Betreut von Steffen Führding
Aktualisiert 21.06.2010
webmaster[at]dvrw.de

„Arbeitskreis Religionsästhetik“ (RÄ)

Der „Arbeitskreis Religionsästhetik“ (RÄ) wurde am 13. Mai 2007 in München von den TeilnehmerInnen der Tagung Religionsästhetik gegründet. url: www.religionsaesthetik.de

Sprecher/innen werden auf der zweiten Tagung in Heidelberg, 17./18. Mai 2008 bestimmt.

Zielsetzungen

Zu den Zielen des Arbeitskreises gehört, religionswissenschaftliche Forschungen im Bereich Religionsästhetik durch Veranstaltungen anzuregen, zu fördern und zu intensivieren. Die Koordination von Projekten im Inland wie der internationale Austausch sind vorrangige Aufgaben.

Unter ‚Religionsästhetik’ wird ein junges Forschungsfeld der Religionswissenschaft verstanden, das die sinnliche Seite von Religionen erkunden will:

  • die Wahrnehmung und die Sinnesorgane des Körpers, deren Funktionen, Nutzung; Aktivierung und Bewertung in der religiösen Theorie und Praxis und in deren jeweiligen natürlichen, artifiziellen oder medialen Umwelten (Teilgebiet ‚Religionsaisthetik’);
  • Symbole und Zeichen als kognitive Grundlagen kommunikativer Verständigung wie als Bausteine elaborierter religiöser Darstellungs- und Wissenssysteme (Teilgebiet ‚Religionssemiotik’);
  • Handlungsformen, wie sie in Kult und Ritual ihre expressive Gestaltung finden (Teilgebiet ‚Performance studies, ‚Theaterwissenschaft’; ‚Ritualtheorie’);
  • die historischen wie zeitgenössischen Artikulationsformen von Religionen und KünstlerInnen in der religiösen Kunst, Musik oder Literatur u.ä. und deren Reflexion, Normierung und Wertung in theologischen, philosophischen und anderen Schönheitslehren unter Berücksichtung ihrer Einbettung in Machtdiskursen (Teilgebiet ‚Historische und aktuelle religiöse Ästhetiken’; ‚Kunsttheorie’, ‚Musiktheorie’);
  • die ‚materielle Kultur’ der Religionen, wie sie im liturgisch-rituellen Rahmen oder in den religiösen Alltagswelten mit ihren Kultgeräten, Devotionalien, Paraphernalia und ihrem Bildschmuck  zum Ausdruck kommt (Teilgebiet ‚material religion’; ‚Bildwissenschaft’; ‚cultural studies’)
  • die sinnliche Stimulation von Gefühlen und Stimmungen über sinnlich wahrnehmbare Gegenstände und (Teilgebiet Religionspsychologie, cognitive science/Neurologie, emische Ästhetiken, Kulturanthropologie)

Struktur

Der Arbeitskreis versteht sich als methodisch offenes Forum, das die unterschiedlichen Perspektiven und Herangehensweisen der Mitglieder in einen fruchtbaren Dialog bringen möchte.

Die Mitgliedschaft in RÄ steht allen Mitgliedern der DVRW (sowie Mitgliedern der Österreichischen und Schweizer Religionswissenschaftsvereinigung als Gästen) offen, die an Themen der Religionsästhetik arbeiten. Die Aktivitäten von RÄ werden abwechselnd von Mitgliedern an ihrem Universitätsort organisiert. Wer dem Arbeitskreis beitreten möchte, hat ein Kurzprofil auszufüllen, das der Datenbank auf der homepage hinzugefügt wird. Eine/n Sprecher/in und eine/n Stellvertreter/in wird auf diesen Tagungen jeweils für die Dauer von einem Jahr gewählt.

Vorhaben

Der Arbeitskreis organisiert in der Regel jährlich eine spezielle Veranstaltung. Die Form der Veranstaltung ist variabel, es kann sich dabei ebenso um ein informelles Arbeitstreffen (workshop) wie auch um Konferenzen zu spezifischen Themen handeln. Bei den DVRW-Tagungen kann ein Panel als RÄ-Veranstaltung angekündigt werden.

Aktuelles

Tagung des Arbeitskreises Religionsästhetik in Kooperation mit dem Staatlichen Museum für Völkerkunde München am 15./16. Mai 2009
Call for Papers

[Home] [Aktuelles] [Satzung / Beschlüsse] [Vorstand] [Mitglieder] [Tagungen] [Publikationen] [Arbeitskreise] [AKAR] [ARGD] [AKRAG] [AKTUM] [RÄ] [Förderung] [Dissertationspreis] [Doktarand(inn)en] [IAHR] [EASR] [Religionswissenschaft.de] [Impressum]