Betreut von Steffen Führding
Aktualisiert 21.06.2010
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„Arbeitskreis Religionen Asiens der Gegenwart“ (AKRAG)
in der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW)

Der „Arbeitskreis Religionen Asiens der Gegenwart“ (AKRAG) wurde am 11. Februar 2005 vom Vorstand der DVRW aufgrund eines von Dr. Edith Franke, Prof. Dr.Dr. Manfred Hutter, Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Pye und Dr. Monika Schrimpf eingebrachten Antrages als Arbeitskreis der DVRW im Sinne der Satzung der DVRW anerkannt.

Zielsetzungen und Struktur
Zu den Zielen des Arbeitskreises gehört, religionswissenschaftliche Forschungen im Bereich der gegenwärtigen Religionswelt Asiens zu koordinieren und durch Veranstaltungen solche Forschungen auch zu intensivieren. Geographisch wird „Asien“ im Verständnis von AKRAG pragmatisch ungefähr auf jenen Raum eingegrenzt, der sich etwa von Lahore bis Tokyo und von Yogyakarta bis Ulan Bator erstreckt.
Die Mitgliedschaft in AKRAG steht allen Mitgliedern der DVRW Mitglieder offen, deren religionswissenschaftliche Tätigkeit den vorhin genannten Zielen entspricht. Die Aktivitäten von AKRAG werden durch ein Kernteam von vier bis fünf Personen organisiert, die aus ihrer Mitte eine/n Sprecher/in und eine/n Stellvertreter/in für die Dauer von jeweils einem Jahr wählen.

Vorhaben
Der Arbeitskreis organisiert in der Regel jährlich eine spezielle Veranstaltung. Die Form der Veranstaltung ist variabel, es kann sich dabei ebenso um ein informelles Arbeitstreffen (workshop) wie auch um Konferenzen zu spezifischen Themen handeln. Bei den DVRW-Tagungen kann ein Panel als AKRAG-Veranstaltung angekündigt werden, um dadurch den Zusammenhang zwischen AKRAG und der DVRW auch in klarer Weise zu signalisieren.

Bericht über die zweite Arbeitstagung des AKRAG
Am 26. und 27. Februar.2007 fand das zweite Arbeitstreffen des AKRAG in Bonn statt. Insgesamt elf Teilnehmer lieferten interessante Vorträge und Kurzberichte über ihre Forschungsprojekte, die thematisch von Aktivitäten und Selbstverständnis der Tablighi Jama’at in Kyrgyzstan (Till Mostowlansky), über Wandlungsprozesse im Selbstverständnis taiwanesisch-buddhistischer Laien (Esther-Maria Guggenmos), bis hin zur Interaktion zwischen Christentum und traditionellem Ahnenglauben bei den Minahasa (Alexandra Kraatz) reichten. Die verschiedenen Vorträge hatten intensive Diskussionen zur Folge, innerhalb derer mehrfach auf die Problematik bei der Anwendung westlicher Konzepte, Theorien und Begriffe innerhalb der religionswissenschaftlichen Forschung hingewiesen wurde. Im Anschluss an den Vortrag über Schamanen im islamischen Kyrgyzstan von Wassilios Klein wurde am Beispiel von Schamanen und Heilern erläutert, ob wir mit diesen Begriffen dem Selbstverständnis der jeweiligen Person gerecht werden können. Zudem wurde in Zusammenhang mit den Beiträgen von Katja Triplett („Zivilreligion in Asien“) und Monika Schrimpf („Zur Konzeptualisierung und Kommunikation von ,Moral’ in einer japanischen Neureligion“) die Frage aufgeworfen, inwieweit westliche Konzepte wie Moral, Ethik, und normative Regelungen überhaupt auf einen anderen kulturellen Kontext, insbesondere auf asiatische Kulturen, angewandt werden können. Um die Gefahr einer falschen Anwendung von Begriffen und Konzepten zu vermeiden, müsste auf eine Übersetzung verzichtet und der ursprüngliche Begriff erklärt und verwendet werden.
Im Anschluss an die wissenschaftlichen Präsentationen wurden gemeinsam Perspektiven und Pläne, insbesondere die Organisation von eigenen Tagungen und die Präsentation des AKRAG auf anderen Tagungen diskutiert:

  • Auf der SSEASR-Tagung in Bangkok im Mai 2007 werden Edith Franke, Katja Triplett, Michael Pye und Wanda Alberts, als Mitglieder des AKRAG, ein Panel zum Thema “Buddhism in Public Consciousness“ halten.
  • Auf der DVRW-Tagung im September 2007 in Bremen werden Monika Schrimpf und Jens Schlieter ein Panel zum Thema „Ethik und Moral als Gegenstand der Religionswissenschaft“ leiten. Es wird thematisch auf Asien bezogen und als offizielles AKRAG-Panel deklariert.
  • Vom 16. - 18. Februar 2009 findet an der Philipps-Universität Marburg die nächste Tagung des AKRAG mit dem Thema KONVERGENZEN UND DIVERGENZEN RELIGIÖSER UND POLITISCHER SYSTEME ASIENS statt.
    Anmeldungen zu dieser Tagung können noch bis zum 15. September 2008 entgegen genommen werden. Nähere Informationen erhalten Sie über die Veranstalterinnen Edith Franke (edith.franke@staff.uni-marburg.de) oder Katja Triplett (triplett@staff.uni-marburg.de).
    Weitere Informationen unter:
    http://www.uni-marburg.de/fb03/ivk/religionswissenschaft/forschung/akrag2009

Céline Grünhagen, Bonn


Sprecher: Prof. Dr.Dr. Manfred Hutter, Bonn (mhutter[at]uni-bonn.de)
Stellvertreterin: Dr. Monika Schrimpf, Bayreuth (
monika.schrimpf[at]uni-bayreuth.de)
 

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